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publikation auf frauenweb.at
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Die verborgenen Frauen in der Geschichte der Naturwissenschaften
Referat für die Lehrveranstaltung "Frauen und Computertechnologie: Zugänge und Perspektiven" von Martina Mayrhofer, Wien, 1997
Haben die Frauen sich geändert und sind wir als Naturwissenschafterinnen und Technikerinnen ein ganz neues Phänomen - oder stimmt dieses Geschichtsbild nicht?
Antike: Theano (600 v.u.Z.)
veröffenlichte Mathematische Arbeiten, Leiterin des pythagoräischen Kollektivs
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Sparta:
dominante Frauenrolle, keine Naturwissenschaften,
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Athen:
unterdrückte Frauen, blühende Naturwissenschaften - adelige Klasse, Hetären: Philosophin Aspasi (470 - 410 v.u.Z.) Geliebte von Perikles
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Rom:
Besitzrecht für Frauen, wenig theoretische Naturwissenschaften
Hypatia (370 - 415 n.u.Z.) »Weltwunder«
Tochter eines Professors, lehrte an der Uni Philosophie und Mathematik
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Mittelalter:
in Italien blieb viel Wissen erhalten:
Trotula (11 Jh.) Frauenärztin aus Salerno, keine Verbindung von Macht und Naturwissenschaft, Frauen- und Männerklöster waren Zentren der Naturwissenschaft, Naturwissenschaften Teil der Bildung adeliger Damen, Hildegard von Bingen (1098 - 1179)
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Kampf: Männer & Kirche gegen Frauen & ihr Wissen,
Frauen wurden per Gesetz von Bildung ausgeschlossen!
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Renaissance und Aufklärung: Institutionalisierung von Wissenschaft an den Universitäten
Frauen: nur Privatunterricht,
Maria Agnesi (1718 - 1799) und Sophie Germaine (1776 - 1831) waren Mathematikerinnen
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Deutschland ab 1848:
Zahl der Wissenschafterinnen steigt erstmals an Sonja Kowalewski (1858 - 1891) war Mathematikerin
Frauenbwegungen: Zugang zum Medizinstudium --> Frauenärztinnen
offizielle Studienzulassungen für Frauen:
1908 Universität in Deutschland
1909 Technische Hochschule in D.
1918 erste Habilitation
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Weimarer Zeit und Drittes Reich:
mehr Studentinnen - wenig Professorinne, frauenfeindliche Ideologie des 3. Reichs,
Verdrängung der Frauen aus Naturwissenschaften und Zerstörung feministischer Organisationen
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Nachkriegszeit:
offiziell sind für Frauen alle Wege frei
Studentinnen
Habilitierte Frauen
Lehrstuhlinhaberinnen
Frauenbilder aus dem Familienalbum der Technik
Ada Gräfin von Lovelace (1815 - 1852)
Was hat eine englische Gräfin aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der Computergeschichte zu tun?
Erziehung:
adelige Frauen erhielten damals »nutzlose« Bildung,
Mathematik+Astronomie waren sehr ungewöhnlich
Vorbild: Mary Sommerville, Mathematikerin
Freund: Charles Babbage
Erste »Entdeckung«: 50er Jahre
Mathematiker Charles Babbage entwarf die »analytische Maschine«
Konzept für die ersten elektronischen Computer,
männlich, schaffend, geistig-intellektuell
Ada als »Übersetzerin«
unterstützend, verstehend, bewahrend
Zweite »Entdeckung«:
ende der 60er Jahre mit der zunehmenden Bedeutung der Software
die erste Programmiererin, Ahnfrau der Computerprogrammierung markiert den »Ort des Weiblichen« in der Computergeschichte (Software)
Die Annalen der Computergeschichte
Die ENIAC Frauen
Grundsätzliches: Programmiererinnen
Frauen waren Programmiererinnen (Mitte der 30er bis frühe 50er Jahre),
Programmieren war minderwertige Frauenarbeit,
es gab zu wenig zuwenig Männer als Arbeitskräfte (Krieg)
50er Jahren: Computerprogrammierung wird als wichtiger Arbeitsbereich erkannt und sofort den Männern zugeschrieben
Geschichtsschreibung:
ein Wissenschaftsjournalist namens Shurkin entdeckt die Präsenz der Frauen (ENIAC) erwähnt sie in einer Fußnote
Electronic Numerical Integrator And Computer (1942 - 1955)
»a computer was a person who did computing«
Entstehungszusammenhang der frühen Computerprogrammierung als Frauenarbeit
Moore School (Universität Pennsylvania) und Ballistisches Forschngslaboratorium der US-Army
Joseph Chedaker wird das logische Design zugeschrieben,
John Mauchly die Konstruktion
Die Personen:
Hermann Goldstine: Leiter der Computing Abteilung
Adele Goldstine: Ausbildung der »Computer«, ab 1943 einzige Frau im Entwicklungsteam für ENIAC
sie schrieb ein Demonstrationsprogramm für die öffentliche Vorstellung des ENIAC (1946)
John Holberton: für Programmierung verantwortlich
Mitarbeiterinnen waren die »Computer« aus dem balistischen Forschungslaboratorium
Ruth Rauschenberger (Ammlung):
Mathematikerin, bis 1950 in der »Computing« Gruppe der Moor School, Flugbahnberechnungen
nicht am ENIAC Projekt beteiligt
Lila Todd (Butler):
Mathematikerin
Schlüsselfigur der Mathematikerinnen/Computerfachfrauen von ENIAC
Führungsposition in der Moore Schoole (Army)
Ballistic Research Laboratory (BRL) auch nach dem Krieg
Kathleen McNulty Maulchy Antonelli:
Mathematikerin
bei den erstern »Computers« der Moor School
ENIAC Programmiererin, bediente den Differential Analyzer
Frances Elisabeth Snyder (Holberton):
arbeitete an der Sofrware für die Flugbanhberechnungfür ENIAC
später: Mitarbeiterin am UNIVAC, v.a. magnetic tape drives
FORTRAN Entwicklerin
für G. Hopper war sie die beste Computerprogrammiererin
Betty Jean Jennings (Bartik)
Die ENIAC Girls hatten keine Führungspositionen, nur »abgwertete« Frauenarbeit
Weitere Programmiererinnen:
»WRENS«: Entschlüsselung des Codes des Wehrmachtscomputers von Klara von Neumann: Los Alamos
Grace Hopper:
»Coderin« in Harvard
UNIVAC - eines der ersten »Compiler« Programme, Entwicklung von COBOL (beginn der 60er)
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