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TECHNIK ALS MÄNNERKULTUR

Judy Wajcman: TECHNIK UND GESCHLECHT (Frankfurt 1994)

Referat für die Lehrveranstaltung "Frauen in Naturwissenschaft und Technik" von Martina Mayrhofer und Elke Stinnig , TU Wien, 1997

Schon wenn wir von Technik reden denken wir dabei meistens an Industrimaschinen und Autos und ignorieren dabei andere Bereiche die wesentlich mehr Auswirkungen auf unser tägliches Leben haben. Die bloße Definition von Technik bzw. Technologie beruht auf männlichen Vorurteilen.

Männer und Maschinen

Die Geburt der Bombe: Virilität und die Technologie der Bombe
Brian Eslea: Väter der Vernichtung (1986)
Er sieht als erster, wie viele andere Feministinnen später, die männliche Fanszination an Waffen und Krieg als Ersatz für die Kinder, die Männer nicht empfangen können. Bsp.: Entwicklung der Atombombe
Aber alleine aus der Rhetorik der Wissenschaft kann nicht auf die individuelle Motivation der Wissenschafter geschlossen werden.

Die Besessenheit von Kontrolle Tracy Kidder: Die Seele einer Neuen Maschine (1984)
Sie analysiert Aussagen von Männern, Frauen kommen nur als Ehefrauen im Hintergrud vor, bezüglich der Entwicklung des neuesten Computers und kommt zu dem Schluß, daß Männer sich offensichtlich mit Technologie identifizieren und über diese Identifikation Bindungen eingehen, darüberhinaus bleibt kein Platz für ein Leben abseits dieser Bindungen.
Sherry Turkle beschreibt in ihrem Artikel "Die reine Liebe zur Maschine" die Sucht der Hacker, Besessenheit nach Macht und Herrschaft über Maschinen als Flucht vor der Kompliziertheit der Beziehungen in der gesellschaftlichen Realität.
Tom Wolfe: Die Helden der Nation (1986)
Eine interessante Gegenüberstellung von Testpiloten, die die Schallmauer durchbrachen und ihrer späteren Tätigkeit als Astronauten. Astronauten waren passive Insassen während Testpiloten der Luftwaffe "aaus dem richtigen Stoff" sein mussten, um die (selbst gestellten) Anforderungen zu erfüllen und übertreffen. Echte Männer fliegen Flugzeuge und drücken nicht einfach nur Knöpfe!

Formen der Männlichkeit Männlichkeit existiert in vielen voneinander abweichenden Formen, welche sich einerseits in der Techkikkultur wiederspiegeln, andererseits Unterschiede zwischen Klassen, Generationen, Ethnien aufzeigen.
In unserer westlichen Gesellschaft wird Männlichkeit stark mit Aggressivität und Gewaltbereitschaft in Verbindung gebracht.
Auffällig ist auch die enge Verbindung von Männlichkeit und Kontrolle oder Berherrschung von Technik (Bsp.: Fabrikkultur der Arbeiter, ihre übertriebene Form der Männlichkeit ist in Zusammenhang mit ihrer gesellschaftlichen Machtlosigkeit und ihrem niedrigen Status).
Hacker sind Verlierer in dieser Gesellschaft; junge, unattraktive, unrasierte Männer, die ihren Körper genauso wie ihre reale Umwelt vernachlässigen. Einerseits versuchen sie mit ihrer Technologiemanie ihren Mangel an (gesellschaftlicher) Macht auszugleichen, andererseits verleiht ihnen aber genau dieses Wissen und Können Macht.
  Wo bleibt der Spaßfaktor?
Interessant ist auch die Flexibilität der Ideologie der Männlichkeit: hier nachvollzogen am Beispiel des Ingenieurwesens:
einerseits tun Männer zur Festigung ihrer Identifikation mit körperlich schwerer Arbeit intellektuelle, sitzende Arbeit als "wiech" oder "weiblich" ab, andererseits aber müssen Ingenieure sitzenden, intellektuelle Tätigkeit als männlich ausgeben.
"Es ist also ganz egal, wie Männlichkeit definiert wird, immer konstruiert sie Frauen aus schlecht geeignet für technologische Tätigkeit."

Kampf, Heldentum und Männlichkeit Waffen und insbesonders Gewehre sind der Inbegriff der Beherrschung als Mittel der Dominanz.
Das Militär ist DIE Institution, die die Ideologie der hegemonischen Männlichkeit trägt. Für den Ausschluß der Frauen wurde der Glaube, der weibliche Körper sei minderwertig und somit fürs Militär ungeeignet, herangezogen. Doch seit mehr und mehr Frauen vom Militär eingezogen werden, begann die verzweifelte Suche nach grundlegenden immanenten, nicht politisch diskutierbaren Unterschieden zwischen den Geschlechtern.
(Bsp.: Studien über Schwangerschaft, Menstruation und Stärke des Oberkörpers, da ja Kämpfen das heben und Tragen schwerer Gegenstände beinhaltet) Männer haben aber auch den Großteil des organisierten Widerstandes in den beiden Weltkriegen geleistet. Trotz der Nichtanwesenheit von Frauen im Militär ist es von ihnen und ihrer Arbeit abhängig (Bsp: die Kosten einess modernenr Seekreuzers sind zu 40% Elektronik, die ja bekanntlich von Frauen hergestellt wird.)

Frauen und Maschinen: Erkenntnis oder Kultur? Wie denken Frauen über Technik und wie erleben sie diese?
Die alte Geschichte, daß man für Arbeit mit Maschinen stark sein müsse war hatte noch eine gewisse Glaubwürdigkeit, doch die männliche Dominanz in den neuen Technologien ist auf den ersten Blick viel rätselhafter. Hatte doch die Computertechnologie als völlig neue Art der Technologie das Potential, die alten Rollenstereotypen zu durchbrechen. Doch unsere Kultur hat Computer bereits als männlich definiert.

Ungleichheit bei der Computerbenutzung in der Schule In unserer Gesellschaft ist es das Bildungssystem, das die Geschlechterdifferenzen von einer Generation auf die nächste überträgt; Schule, Jugendkulturen, Familie und Massenmedien übermitteln allesamt Rollenbilder, die Männlichkeit mit Maschinen und Technikkompetenz gleichsetzen.
Der Computer ist ein gutes Beispiel für die vereinnahmung von Technik durch Männer und Männlichkeit. In den Schulen werden Mädchen, wie in anderen naturwissenschaftlich-technischen Fächern, von den Computern verdrängt und lernen Computer als Männlich kennen, was ihnen später den Weg ins Informatikstudium wesentlich erschwert oder sogar verhindert. Mädchen lernen als feminin verstandene Verhaltensmuster und erkennen, daß diese Qualitäten andere sind als die, die für Mathmatik oder Informatik notwendig sind - und daß Burschen diese notwendigen Qalitäten besitzen.
Sie erleben Differenz als Minderwertigkeit.

Space wars-Spiele für Jungs Kinder entwickeln ihr Interesse an der Informationstecchnologie eher zu Hause als in der Schule. Schulen verstärken die frühe gescchlechtsspezifische Sozialisation, die in der Familie stattfindet. Spielzeuge machen einen wichtigen Teil der unterschiedlichen Lernerfahrurngen von Mädchen und Jungen aus und reflektieren die Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen in der Familie. Computer passen allzu leicht in das geschlechtsstereotype Technologieschema. Wenn ein Heimcomputer angeschafft wird, dann meist für den Sohn der Familie. Diese Tendenz wird durch Werbung für Computersspiele und PCs verstärkt, die sich an einen männlichen Markt richtet und häufig Bilder von Jungen enthält, die gespannt auf den Bildschirm schauen. Für Kinder machen Spiele die größte Anziehungkraft aus. Wenn man/frau berücksichtigt, daß es meist Männer sind, die Videospiele und Software entwickeln, so überrascht es kaum, daß diese Spiele meist männliche Phantasien ansprechen. Diese männlichen Inhalte werden oft als Erklärung für das unterschiedliche Interesse von Frauen und Männern herangezogen. Diese Analyse beschränkt sich jedoch zu sehr auf die privaten Erfahrungen und ignoriert die gesellschaftliche Dimension. Insgesamt haben Mädchen einfach weniger Gelegenheit als Jungen Computer zu benutzen. Sie müssen oft im Haushalt oder bei der Geschwisterbetreuung mithelfen. Jungen und Männern wird viel eher zugestanden ihren Interessen nachzugehen, die niemanden anders etwas nutzen, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. Zusätzlich werden bei Mädchen die außerschulischen Aktivitäten viel mehr eingeschränkt. Öffentliche Räume wie Videospielhallen, die für männliche Heranwachsende zentrale Orte ihrer Freizeitkultur sind, werden den Mädchen meist verboten, die wenigen anwesenden Mädchen sind oft nur Zuschauerinnen. Lesliee Hadddon hat gezeigt, daß Videospiele die Nachfolger der Flipperkästen sind und dies hat dazu beigetragen, daß die Videosspielhallen vor allem von Jungen bevölkert werden. Die Werte, Regeln und Rituale die junge Männer rund um die Flipperautomaten aufgebaut hatten, gingen auf Videospiele über. So wurde die neue Technologie in eine bereits bestehende Männersubkultur eingefügt und nahm deren männliche Gestalt an.

Die Beherrschung der Maschine: Vive la difference? Kulturelle Faktoren sind für das Verständnis der Männlichkeit der Technologie wichtig. Das nicht vorhandene Sellbstvertraauen in bezug auf Technik bzw. die mangelnde Technikkompetenz von Frauen ist nicht nur ein Geschlechtsstereotyp, sondern wird auch ein bedeutender Teil der weiblichen Geschlechtsidentität. W. verweist auf die Position von Autorinnen wie z.B: Sherry Turkle (1984), die kognitive Geschlechtsunterschiede in Bezug auf Frauen und Computer betonen.
Turkle hat Kinder in der Schule beim Programmieren beobachtet und herausgefunden, daß Jungen und Mädchen dazu neigen, in 2 verschiedenartigen Spielarten mit dem Computer umzugehen.Sie nennt sie weiche und harte Arten der Beherrschung. Harte ProgrammiererInnen sind vor allem Jungen, die mit Hilfe eines durch strukturierten, linearen Planes dem Computer ihren Willen aufzwingenn. Mädchen sind eher weiche PrrogrammiererInnen. Ihr Sil ist interaktiv, sie verhandeln und gehen eine Beziehung ein. Sie bezeichneet das eine als eine Wissenschaaft des Abstrakten und Das ander Als eine Wissenschaft des Konkreten. W. kritisiert es wenn Turkle ausführt, daß die männlichen Planer und die weiblichen Bastlerinnen Verkörperungen grundlegender kognitiver Stile sind, die auf psychologischen Geschlechtsunterschieden beruhen. Sie weist darauf hin, daß die Suche nach bedeutsamen Geschlechtsunterschieden einen sehr zweifelhaften Ursprung hat und daß die Forschung genau das herausfindet was sie finden will.Turkle hat eher einen psychologischen als soziologischen Zugang, sie geht von einer individualisierten Lernweise aus und vernachläßigt dabei, daß Lernen ein gemeinsamer gesellschaftlicher Prozeß ist und den historischen und kutlurellen Bezugsrahhmen. W. weist darauf hin, daß die unterschiedlichen Vorgehensweisen von Frauen auf keine grundlegenden Differenzen bezüglich ihrer Fähigkeiten schließen lassen. Die Diskrepanzen sind vielmehr die Folge starker geschlechtsspezifischer Ungleichheiten in der Machtverteilung. z.B. waren diie ersten ProgrammiererInnen waren Frauen Eniac Mädchen. Die Konstruktion von Männlichkeit ist ein komplizierter Prozeß. Die Kongruenz zwischen Männern und Maschinen ist demnach weder essentiell noch unveränderlich, und daher haben wir auch die Möglichkeit, sie zu überwinden.

Feministische Kritik der Naturwissenschaft und Technik

seit anfang der 70er Veröffentlichung von Biographien bedeutender Wissenschaftlerinnen, bedeutendende Beiträge zur wissenschaftlichen Entwicklung, wesentlicher Teil der feministische Forschung in vielen Disziplinen.
Als sich jedoch das Ausmaß und die Härte des Auschlusses von Frauen zu offenbaren begannen verschob sich die Perspektive von den außergewöhnlichen Frauen auf die Untersuchung der allgemeinen Struktur der Partizipation von Frauen

Problem: Es wurde die Forderung erhoben den Frauen den Zugang zu Ausbildung und Arbeitstätten ermöglichen, anstatt Wissenschaft selbst zu hinterfragen - Kombination von veränderten Sozilisationsprozessen und Gleichstellungsprogrammen, Sandra Harding wies in diesem ZUsammenhang darauf hin, daß das Problem bei den Frauen liegt , und nicht die umfassendere Frage , ob un in welche Weise die Wissenschaft und ihre Institutionen so umgestaltet weden können, daß sie Frauen angemessen wären, Die Gleichstellungsbstrebungen verlangen , daß Frauen bedeutende Aspekte ihere Geschlehtssidentittät aufgeben müssen zugunsten einer männlichen Variante ohne dasselbe von Männern zu verlangen.

als Feministinnen das erste mal ihre aufmerksamkeit auf die Wissenschaft selbst legten sahen sie das Problem von Ge- und Mißbrauch, z.B. Biologie wurde benutzt um Argumente für biologisch determinierte Geschlechterrollen zu liefern, Frauen seien von Natur aus anders und minderwertig und somit unfähiig wissenschaftliche Arbeit zu betreiben

späte 60er und frühe 70er:
Wissenschaft nicht wertfrei sondern auf Profit und Kriegssführung ausgerichtet - radical science Bewegung, marxistische Analyse des Klassencharakters der Wissenschaft und ihre Beziehung zur kapitalistischen Produktionsweise.
Zur selben Zeit fand radikaler Wandel in der Wissenschaftsgeschichte,-soziologie und -philosophie statt. Wissenschaft wurde nicht länger einfach als Entdeckung der Realität verstanden.
Thomas Kuhn 1973 Die Struktur wissenschaftl. Revolutionen anfang der Wissenschaftssoziologie. Ihr zentraler Ausgangspunkt ist, daß eine Gesellschaft auf wissenschaftl. Wissen genauso wie auf alle anderen Formen des Wissens Einfluß nimmt. Unterschiedl. Gruppen von Wissenschaftlern haben ganz andere Tatsachen produziert, jedoch waren Analysen in Bezug auf Geschlechterrollen selten bis gar nicht vorhanden

Erst im letzten Jahrzehnt ist die Wissenschaft als inhärent patriachal bezeichet worden.

Wissenschaftliches Wissen als patriarchales Wissen
Das Interesse an einer Geschlechteranalyse des wissenschaftlichen Wissen kann bis zur Frauengesundheitsbewegung zurückverfolgt werden, die in den 70er entstandenen Ernüchterung über männlicche medizinische Theorien und Praktiken. Die Zunahme männlichen Expertentums auf Kosten der Frauen Kenntnis und Kontrolle des eigenen Körpers wurden als entscheidend für die Befreiung der Frauen angesehen. Die Frage taucht auf: Wenn die Medizin patriarchal ist wie sieht es dann mit der restlichen Wissenschaft aus?
Wissenschaftliche Revolution des 16./17. Jahrhunderts und die sich aus ihr entwickelnde Wissenschaft beruht auf dem männlichen Projekt der Venunft und Objektivität --Dichotomisierung Kultur versus Natur, Geist-Körper, Objektivität -Subjektivität, Öffentlicher-privater Bereich.
Gebrauch weiblicher Metaphern für Natur Sir Francis Bacon Vergewaltigungs und Foltermetaphern Natur als auch wissenschhaftl. Forschung wurde in Begriffe gefaßt, denen die brutalsten und frauenverachtendsten Beziehungen von Männern und Frauen zugrunde lagen und dies hat zur bezeichnenden Geschlechtersymbolik des nachfolgenden Wissenschaftl. Weltbildes beigetragen.

Ökofeminismus der 80er
Aufgrund von weiblichen Wertvorstellungen aus der Bilogie stehen Frauen der Natur näher, von der biologischen Fähigkeit Kinder zu gebären leitet sich eine besondere Verantwortung für das menschliche Leben und die Natur ab. Frauen engagieren sich in Umwelt-und Friedensinitiativen, während Männer respektlos mit Mensch und Natur umgehen und so Kriege und Umweltzerstörungen verursachen.
Der psychoanalytische Ansatz geht von Objektbeziehungen aus, aus denen Keller (1983) untersschiedliche kognitive Fähigkeiten von Mädchen und Jungen ableitet. Um seine männliche Identität zu erlangen, muß der Junge seine frühere Abhängigkeit und Bindung und Identifikation mit der Mutter leugnen und ablehnen , die darauss entstehenden Konflikte von Männern in Bezug auf ihre Männlichkeit verursachen eine Psychologie der Herrschaft

Eine auf weiblichen Werten beruhende Wissenschaft??
Der Großteil der Feministinnen der frühen neuen Frauenbewegung forderte gleiche Rechte für Frauen innerhalb bestehender Machtstrukturen durch Aufbrechen der Geschlechtsstereotype, bessere Ausbbildung für Mädchen und Frauen, vielseitigere Vorbilder, Frauenförderpläne.

Gegen Ende der 70er entstand eine neue Form des Radikal-bzw. Kulturfeminismus, diese Autorinnen glorifizieren die Eigenschaften, die sie als spezif. weiblich ansehen und betonen die Geschlechtsunterschiede.Sie befürworten eine Form der Wissenschaft, die auf Subjektivität, Intuition, Holismus und Harmonie beruht

Probleme, die mit dem allgemeinen Ruf nach einer auf weiblichen Werten beruhenden Wissenschaft verbunden sind.

1.Zuschreibung von sog. weiblichen Werten aufgrund der histor. Unterordnung von Frauen.Sowohl Männlichkeit als auch Weiblichkeit sind konstruiert und werden ständig neu konstruiert.

2.Die Natur selbst ist ein Konstrukt. Männlichkeit, Weiblichkeit und Natur sind veränderlichee Kategorien und es macht keinen Sinn eine Wissenschaft auf eine in der Natur begründeten weiblichen Intuition zu bauen..

3.Außerdem spiegeln die typ. weiblichen Eigenschaften nicht die gesellschaftlichen Erfahrungen aller Frauen wider, unterschiedlich aufgrund von Klasse, Ethnie, Kultur. Die Frau als Kateggorie existiert nicht stattdessen gibt es "gebrochene Identitäten" von Frauen. Ebenso haben unterschiedliche Gruppen von Frauen unterschiedlichhe Bedürfnisse und Interessen.

Von Wissenschaft zu Technik Liegt das Problem in der Vorherrschaft der Männer über Technik oder ist Technik in gewissem Sine inhärent patriarchal? Würden Frauen Technik zu friedfertigeren Zweccken nützen? Problem der Definition von Wissenschaft, Lange wurde das traditionelle Modell akzeptiert. Wissenschaft entdeckt und Technik ist davon abhängig und wendet dieses Wissen unkreativ unroutinemäßig an. Technik als angewandte Wissenschaft herangezoen Jedoch wird jede Technologie in einem schöpferischen Prozeß ständig verändert und erweitert, ohne die naturwissenschaftliche Kultur anzuwenden. Bei Technik handelt es sich um eine Form des Wissens, um Tätigkeiten genauso wie materielle Objekte.

Von den blinden Flecken der Geschichtsschreibung Eingeschränktes Besittzrecht von Frauen z.T.waren sie Spott ausgesetzt. Viele Erfindungen von Frauen wurden deren Männern zuggeschrieben. z.B.erlaubt erst seit 1882 das Gesetz über Eigentum von verheirateten Frauen englischen Frauen den Besitz persönlichen Eigentums und dessen Kontrolle unabhängig von ihren Männern zu. Frauen und vor allen Schwarze Frauen gehörten zu den ersten TechnikerInnen Schließlich waren Frauen für das Sammeln, Verarbeiten und Aufbewahren pflanzlicher Produkte Frauen, ebenso für die frühen Errungenschaften im Garten-und Landbau sowie frühe Bewässerungsysteme verantwortlich.

Technik und Arbeitsteilung Produktionssprozeßdebatte in den 70er Jahren, Die AutorInnen versuchen die Klassenanalyse auf den Technik auszuweiten, dabei widerlegen sie die Theorie des Technikdeterminimus, in deren Darstellung Technik ist die wichtigste Ursache für den gesellschaftlichen Wandel. Die Technik selbst, sowie WissenschaftlerInnen und TechnikerInnen sind neutral und unbeeinflußt von ihrer sozialen Stellung

Harry Braverman "Die Arbeit im modernen Produktionsprozeß" (1977) Technische Entwicklungen entwickeln sich nicht unaufhaltsam von selbst sondern werden von den Eignern und Verwaltern des Kapitals als eine wichtige Waffe im Kampf um die Kontrolle über die Produktion eingesetzt. Industrielle Technologie spiegelt also in ihren Wurzeln sowohl männliche Macht als auch kapitalistische Herrschaft wider. Männer sichern sich die Kontrolle über die wichtigsten Technologien , dadurch verweigern sie Frauen den Zugang zu praktischer Erfahrung von der Erfindungsreichtum abhängt. Neue Technologien entstehen nicht aus einer plötzlichen Eingebung heraus, sondern knüpfen an bestehende an, durch langsame Anpassung und neue Kombinationen von Elementen. In gewissem Maße ein phantasievoller Prozeß aber auch die Fähigkeit zu sehen wie existierende Geräte verbessert werden können. Ein weiteres Problem für Frauen bedingt durch die geschlechtliche Arbeitsteilung sind sie meist an den privaten Bereich gebunden und somit wenig Möglichkeit zu praktischer Erfahrung Z.B. haben Frauen, die während des 1.Weltkrieges in Munitionsfabriken gearbeitet haben, die Waffen die sie produzierten auch umgestaltet.

Vermißt: der Aspekt der Geschlechterrollen in der Techniksoziologie Die Entfremdung der Frauen von der Technik verbinden mit Frauenausschluß hat ihre Ursache durch die historische und kulturelle Konstruktion der Technik als eine männliche Struktur. Technik ist eine Kultur, in der die Beziehungen von Männern ausgedrückt und verfestigt werden. Mittlerweile gibt es umfangreiche Literatur zu Technikgeschichtee und den wirtschaftlichen Aspekten technischer Innovation.Im soziologischen Ansatz steht nicht mehr der einzelne Erfinder im Mittelpunkt, und es wird auch nicht mehr davon aausgegangen, daß technische Innovation das Ergebnis einer inneren Logik der Technik ist. Es wird versucht die Auswirkungen der gesellschaftlichen Verhältnisse auf die Technik aufzuzeigen. Wer hat Interesse an der Förderung oder Zrückhaltung bestimmter Technologien. Technologische Erneuerung erfordert heutzutage größere Investitionen und ist zu einem kollektiven, institutionalisierten Prozeß geworden. Die Entwicklung einer Technologie ist das Zusammenspiel einer Folge technischer, ökonomischer und politischer Faktoren. Die Bevorzugung bestimmer Technologien wird durch eine Reihe gesellschaftlicher Vereinbarungeb geformt, die die Macht der Männer in der Gesellschaft im allgemeinen spiegeln. Jedoch wurde auch von der Techniksoziologie bisher nicht beachtet wie technische Geräte durch Geschlechterinteressen geprägt sein können. Genau wie die Produktproduktionsdebatte hat sie sich auschließlich auf die Lohnarbeitsverhhältnisse konzentriert

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last updated 29.9.2000